Work in Progress

Juni 2021

SAISONALE – Kunst im Klostergrün

Die Saisonale ist ein auf drei Jahre angelegtes partizipatives Gartenkunst-Projekt am DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst im Münsterland, bei dem die Themen Klimawandel, Heimat, Migration, Biodiversität und Permakultur im Mittelpunkt stehen. Jetzt entsteht eine Publikation, die den Horizont der Arbeiten nochmals interdisziplinär weitet: Die Künstler*innen kommen mit Expert*innen aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Kultur ins Gespräch – über die Schönheit des Vergänglichen, die Beheimatung im Fremden oder die Sinneswahrnehmung beim Spazierengehen.

Die Farbtöne, die ich sehe, sind vermutlich andere Farbtöne, als die, die du siehst, obwohl wir das Gleiche anschauen.

Reinhard Krehl

Als Künstler*innen sind Susanne Bosch, Daniel Bräg, Nikola Dicke & Zoltan Labas, Swaantje Güntzel & Jan Philipp Scheibe, Valentin Hertweck & Irene Paetzug, Reinhard Krehl, Peter Möller, An Seebach, Christoph Wenzel und Wilm Weppelmann beteiligt. Gemeinsam mit dem Team vom DA in Hörstel sorge ich dafür, dass die Dialoge bis Ende 2021 als lesenswertes Buch gedruckt vorliegen.


März 2021

Ans Licht geholt – eine Kabinettausstellung im Stadtmuseum Münster

26.3.-15.8.2021

Der Nachlass des münsterischen Künstlers und Schanze-Mitglieds Ernst Bahn (1901–1978) mit hunderten von Schriftstücken, Zeichnungen und Grafiken wird im Stadtmuseum Münster verwahrt. Der Bestand an Radierungen, teils in verschiedenen Zuständen, bildet das druckgrafische Schaffen von Ernst Bahn nahezu vollständig ab. Besonders spannend ist dabei, dass sich neben den gedruckten Blättern auch die zugehörigen Druckplatten erhalten haben. Sie gewähren einen seltenen Einblick in die Arbeitsweise des Radierers.

Ernst Bahns Witwe beschriftete die archivierten Druckplatten mit Titel und Werkverzeichnisnummer.

Um die Radierplatten für etwaige Nachdrucke vor Beschädigung zu schützen, hat Bahn sie in ein stabiles Papier eingeschlagen – mitunter verwendete er dazu Packpapier oder auch alte Zeitungen. Weitaus häufiger aber hat er die Platten mit einem Papier verpackt, auf dem das Motiv der jeweiligen Radierplatte abgedruckt war. Dies hatte den Vorteil, dass der Künstler gesuchte Platten mit einem raschen Blick identifizieren konnte.

Bei der Inventarisierung der eingewickelten Platten habe ich überraschend festgestellt, dass Ernst Bahn zum Verpacken nicht nur eigene Arbeiten verwendete, sondern auch grafische Blätter anderer Künstler, darunter surrealistische Radierungen eines unbekannten Grafikers und mehrere Radierungen Hermann Kätelhöns (1884–1940). Möglicherweise handelt es sich um Fehldrucke von Grafiken, die in hoher Auflage gedruckt worden sind. In der Ausstellung wird eine Auswahl von ihnen „ans Licht geholt“. Nebenbei wirft die Mini-Ausstellung ein Schlaglicht auf meine Arbeit im Stadtmuseum.


Herrenhaus Harkotten-von Korff in Sassenberg-Füchtorf

Tastmodell der Doppelschlossanlage Harkotten

Juni 2020

Was tun, wenn die Museumsgäste zu Hause
bleiben müssen?

Für Interessierte, die Haus Harkotten-von Korff nicht persönlich besuchen können, haben wir acht Video-Clips vorbereitet, die neugierig machen. Sie sind auf dem YouTube-Kanal „Haus Harkotten“ veröffentlicht. Eine kleine Kostprobe gibt es hier:


Dezember 2019

Ein Museumskonzept für Haus Harkotten-von Korff

Seit April 2019 erarbeite ich ein Museumskonzept für Haus Harkotten, wähle Objekte für die Dauerausstellung aus und inventarisiere sie. Bereits fertiggestellt ist der Mediaguide, der Besucher*innen auf einem Außen- und einem Innenrundgang Wissenswertes und Unterhaltsames über Haus Harkotten erzählt.

Schreibtisch des Freiherrn Friedrich Anton von Korff mit Bauakte

Pionierbau des Klassizismus im Münsterland

Haus Harkotten-von Korff in Sassenberg-Füchtorf wurde ab 1806 von Adolph von Vagedes im Stil des Klassizismus erbaut. 2014 ist bei Renovierungsarbeiten die einzigartige Ausstattung mit Wandmalereien wiederentdeckt worden, die der Rietberger Hofmaler Philipp Bartscher ab 1814 geschaffen hatte

„Ich habe es niemals verschmerzen können, dass mein Vater dieses moderne Haus gebaut hat, wozu er aber damals zur französischen Zeit, wo alles Alte aus der Mode kam und alles Neue auch nach neuem Geschmack sein musste, verleitet worden ist.“

Tagebucheintragung von August von Korff vom 31. Dezember 1855

Haus Harkotten-von Korff von Westen

Von 2015 bis 2021 wurde Haus Harkotten umfassend restauriert. Nun wird es der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht.

Für 2022 ist eine Publikation geplant, die neue Erkenntnisse über das Haus zusammenfasst. Unterstützt werde ich bei den Vorarbeiten von einem wissenschaftlichen Beirat, in dem Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege, Restaurierung, Geschichts- und Kunstwissenschaft mitwirken.